die Gelbfärbung des Urins entsteht durch die Ausscheidung des Gallenfarbstoffs "Bilirubin". Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Blutfarbstoffs "Hämoglobin". Erys (die roten Blutkörperchen) wandeln sich im Laufe ihres 90-tägigen Lebens von der zweiseitig eingedellten Scheibenform in Richtung Kugelform, sodass sie beim Passieren z. B. der Milz, hierin hängenbleiben und so "entsorgt" werden, indem das Hämoglobin zu Bilirubin abgebaut wird, wobei ein Teil des Eisens aber im Körper wiederverwertet wird, wogegen das Bili über die Nieren mit dem Urin (Hellgelb- bis Dunkelbraunfärbung - je nach Konzentration), aber auch über die Galle mit dem Stuhl (Braunfärbung) ausgeschieden wird.
Wenn sich bei einer Gallenstauung die Bilirubinkonzentration im Blut erhöht, erhöht sich zwangsläufig die Ausscheidung über den Urin, der dann auch dunkelbraun sein kann.
Die unterschiedliche Farbintensität des Urins hängt ebenfalls damit zusammen, dass man unterschiedlich viel trinkt und der Urin dann entsprechend gut oder weniger gut verdünnt ist.
Um gesund zu bleiben, sollte man darauf achten, dass er immer hell ist, dunkles Gelb beim gesunden Menschen sollte immer dazu Anlass geben, trotz fehlenden Durstgefühls, ein paar Gläser Wasser zu trinken.
Im Gegensatz zu Kindern, die den Durst noch spüren, neigen ältere Menschen oft dazu, das Trinken zu "vergessen". Ihr Urin ist dann oft so konzentriert, dass er auch nahezu braun sein kann.
Wer Vitamine des B-Komplexes zu sich nimmt, wird sich auch über eine quittegelbe Urinfarbe wundern, daneben gibt es auch andere Medikamente, die die Urinfarbe beeinflussen. Rote Beete färben den Urin rötlich.
Interessant ist das Methylenblau. Wenn es über die Nieren ausgeschieden wird, färbt es den Urin grün.